464 Seiten, Hardcover,
gebunden

Zen Solar

Der Roman zur Energiewende

Zen: Der Berliner Journalist Fred Winter steckt in einer Lebenskrise. In seinem Kiez tobt der Häuserkampf um Eigentum und Miete, greift die Modernisierung gnadenlos nach den alten Häusern. Wenig ist geblieben von den Hoffnungen auf Freiheit und Menschlichkeit, die der Mauerfall genährt hatte. Enttäuscht flüchtet Fred gen Fernost. Auf Hokkaido strandet er in einem Kloster. Zen, erklärt Meister Roshi-san, ist der ewige Wandel der Elemente. Erde, Wind, Wasser und Feuer – alles bewegt sich im Kreis, nur die Mitte ist unbewegt und leer. Sie ist die Quelle für Chi, die unsichtbare Energie, die das Leben speist. Zen, das bedeutet: Aufrecht stehen, aufrecht gehen, atmen.

Solar: Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung ist der politische Umbruch im Herzen Europas nicht beendet. Im Gegenteil: Überall wenden sich Menschen gegen die Zerstörung der Welt, gegen Kriege ums Öl, gegen Tagebaue und radioaktiven Müll. Trotz politischer Widerstände setzen sie Sonnengeneratoren und Windräder gegen Kohlegruben und Großkraftwerke. Fred Winter wirft seinen Zeitungsjob hin, um unabhängig über die Energiewende zu berichten: aus der Lausitz, aus Bayern, aus der Uckermark und Gorleben, aus Amerika und Asien. Plötzlich bekommt sein Leben wieder einen Sinn. Als er in Japan eine Solarfabrik besucht, bebt die Erde. Ein gewaltiger Tsunami verheert die Küste von Honshu. In Fukushima explodieren die Reaktoren eines Atommeilers. Auch in Deutschland spitzt sich der Kampf um die Energiewende zu.

Die Liebe: Im Zendojo trifft Fred auf Judith, Mutter eines kleinen Mädchens. Judith will sich mit dem täglichen Kleinkrieg ums Geld oder einen Job nicht abfinden. Die junge Frau lässt sich in Shiatsu ausbilden, in Japans Kunst der heilenden Hände. Zögernd keimt ihre Liebe, sucht nach Erfüllung. Verzweifelt ringen sie um das Glück, das keine Kompromisse kennt. Schließlich lernt Fred: Es gibt nur einen Tag im Leben. Denn nur der Wandel hat Bestand, das Yin und Yang der Elemente.

* * *

Der Roman Zen Solar verflechtet drei Erzählstränge, komplex wie die Welt von heute, kaum zu entwirren. Der Roman einer Liebe schreibt die Geschichte des Fred Winter fort, die Geschichte des Aufrechten Gangs vor dem Hintergrund dramatischer Umwälzungen. Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Eisernen Vorhangs sind die Glöckner von Utopia nicht verstummt. Im Gegenteil: Der Aufbruch im Osten Deutschlands ebnete den Weg für eine weltweite Bewegung. Sie hat sich dem ökologischen Wandel verschrieben, will den Menschen mit der Natur – und mit sich selbst – versöhnen. Grüner Frieden und Balance statt Ödnis und Entfremdung – erst dadurch wird menschliches Da-Sein möglich. Die Wende, sie geht weiter…

700 Seiten, Hardcover,
gebunden

Die Glöckner von Utopia

Der Roman zur Wende 1989

Es riecht nach Frühling, pappiger Schnee klebt zwischen den Kiefern. Am Himmel keimt blasses Licht. Ein Morgen im Frieden und doch mitten im Krieg. Denn am Eisernen Vorhang liegen sich waffenstarrende Armeen gegenüber. Tödliche Agonie lastet über dem schizophrenen Land. Doch die Grabesstille trügt. Im Schatten der Berliner Mauer tobt die „Schlacht um Zion“. Verzweifelt ringen Anne und Fred um ihre Liebe. Voller Hoffnung suchen sie Zuflucht bei Christus und Ernst Bloch, dem Hohepriester des aufrechten Ganges. Schließlich finden sie ein Refugium: in einer alten Villa am Ufer der Elbe.

Aber auch die Kolonie am Blauen Wunder ist bedroht, von ehernen Dogmen. Einem Schwelbrand gleich breitet sich die Unzufriedenheit im Land aus. In Leipzig drängen sich die Menschen in der kleinen Kirche von Sankt Nikolai. Dumpf schlagen die Götzen auf dem Krochhochhaus die Stunde. Als Anfang Oktober 1989 in Dresden die Molotow-Cocktails fliegen, liegt eine Katastrophe in der Luft: der Bürgerkrieg ums Niemandsland.

Der Roman erzählt die Geschichte von Fred Winter, im Osten Deutschlands Ende der achtziger Jahre. Dreißig Tage markieren zwei Jahre im Leben des jungen Mannes, der mit Hölderlin und Bloch im geistigen Gepäck aus der Stagnation bricht und in die stürmischen Ereignisse gerät, die man später Deutschlands Wende nennt. Es ist eine Geschichte über Vertrauen und Verrat, über Verzweiflung und Verlust. Aber vor allem ist es eine Geschichte über die älteste Utopie der Menschheit, über das Ziel aller Hoffnungen: Heimat.